Februar 15, 2020

Fakten & Prognosen

10 Klima-Gesundheitsfakten für die Zukunft

1. Wir sind ALLE direkt betroffen!

2. Todesursache Klimawandel – Klimawandel stellt die grösste Gesundheitsgefahr des 21. Jahrhunderts dar

3. Der Klimawandel gefährdet Ihre persönliche Gesundheit.

4. Tropische Krankheiten werden nicht mehr tropisch sein.

5. Unter- und Mangelernährung wird die tödlichste Folge des Klimawandels im 21. Jahrhundert sein

6. Luft anhalten! – Stetig sinkende Luftqualität

7. Steigende Ungleichheit – immer mehr Menschen werden unter die Armutsgrenze rutschen.

8. Zunehmende Hitzewellen und entsprechende Komplikationen

9. Heuschnupfen – in allen vier Jahreszeiten: Anstieg der Atemwegserkrankungen

10. Klimaschutzmassnahmen helfen der individuellen Gesundheit!


Direkte Folgen:

  • Hitze
    • Jährlich 5-10 Hitzewellen in den nächsten 80 Jahren
    • Verschlechterung von Vorerkrankungen an Herz, Niere und Lungen werden durch Hitze
    • Steigende Übertragungwahrscheinlichkeit von Krankheiten über Nahrungsmittel und Wasser durch Wärme
    • Eingeschränkte Leistungsfähigkeit
    • Allein in Europa bis 2030 Zunahme der Sterblichkeit um 30’000 Fälle pro Jahr durch Hitze
  • Waldbrände
    • Zunahme von grossflächigen Waldbränden
    • Todesfälle, Verletzungen und psychische Auswirkungen durch Traumata
    • Beeinträchtigung des kardiovaskulären Systems durch die starke Rauchentwicklung
    • Notfallmässige Evakuierungen von Gesundheitseinrichtungen
  • Überschwemmungen und Stürme
    • Bedrohung aller Menschen, die in Flussdeltas oder auf Inseln wohnen
    • Todesfälle, Verletzungen und psychische Auswirkungen durch Traumata
    • Beeinträchtigte Infrastruktur
    • Schnellere Ausbreitung von Infektionskrankheiten
  • Infektionserkrankungen
    • Erhöhtes Risiko für Vektor-übertragene Erkrankungen (Vektor = Transporter) – u.a. Malaria, Dengue-Fieber, West-Nil Fieber, Lyme Borreliose, Leishmaniose und Chagas-Krankheit
    • Wärme, Regen und Feuchtigkeit beeinflussen Lebensdauer und -räume der entsprechenden Vektoren
    • 2050 werden laut WHO weltweit 200 Millionen Menschen mehr durch Malaria gefährdet sein und 520 Millionen durch Dengue-Fieber – trotz verbesserter Bekämpfungsmassnahmen
    • Steigende Todesfälle wegen Durchfallerkrankungen
  • Ernährung
    • Unterernährung als die schwerste globale Folge des Klimawandels
    • Aktuell sterben weltweit fast die Hälfte aller Kinder an Unterernährung
    • Verschlechterung der Ernteerträge (Wassermangel, Bodenerosion, Verlust der Artenvielfalt usw.)
    • Nährstoffmangel durch Verringerung der Zink- und Eisenmengen in Nutzpflanze durch steigenden CO2-Spiegel
    • Bedrohung der Fischbestände – Übersäuerung der Meere und Ozeane, steigende Meeresspiegel und Wassertemperaturen
  • Luftverschmutzung
    • Verminderte Luftqualität durch steigende Konzentration des bodennahen Ozons und Anstieg der Konzentration von Allergenen in der Luft
    • Anstieg von Asthma und anderen allergischen und respiratorischen Erkrankungen
  • Psychische Gesundheit
    • Posttraumatischer Stress, Angstzustände und Depression nach Extremwetterereignissen
    • Zerstörung von Rückzugsräumen zur Erholung in der Natur (z.B. durch Waldbrände oder Erosion)

Indirekte Folgen:

  • Migration und Vertreibung
    • Klimabedingte Migration
    • Steigende Bevölkerungsdichten (besonders in den Subtropen)
  • Konflikte
    • Nachgewiesene Zusammenhänge zwischen Klimawandel und Konflikten
    • Kollaps der Kapazität der humanitären Hilfe und Gesundheitsinfrastruktur
  • Armut
    • Mehrere Millionen Menschen könnten wegen des Klimawandels in extreme Armut gezwungen werden
    • Verstärkte Ungleichheit
    • Verringerung des globalen Durchschnittseinkommen

Wer ist alles betroffen?

Weltweit besonders vulnerable Gruppen sind:

  • Frauen, Kinder und ältere Menschen – sie sind anfälliger für Unterernährung und extreme Hitze
  • Menschen mit Vorerkrankungen – sie sind anfälliger für Umweltbelastungen wie Hitze und Luftverschmutzung
  • Menschen mit niedrigem Einkommen
  • Menschen in Küstenregionen, auf Inseln, in der Arktis, in ländlichen Gebieten und tropischen Regionen
  • Indigene Bevölkerungsgruppen, die auf lokale Ressourcen für Lebensmittel angewiesen sind
  • Länder, die bereits jetzt Mühe habe, ihre Einwohner zu ernähren

Quellen: